16.05.2009

Selbstständigkeit und wie es Krankenkassen schaffen es einem das Leben schwerer zu machen

Nun mal was in eigener Sache, welche mich sehr belastet und ich jeden Freiberufler oder jemand der es werden will sagen möchte: "Verlasst die gesetzliche Krankenkasse sobald ihr euch selbstständig macht!" Warum?

Also seit 2007 bin ich Freiberufler und es lief auch nicht schlecht, ich habe auch die Hilfe vom Staat entgegengenommen und habe mich um vieles gekümmert, ausser um meine Krankenkasse.
Ich ging halt davon aus das wird schon gut sein wenn ich da bleibe wo ich auch die vorigen Jahre war. Schmerzlich musste ich es spüren dass es ein verdammt grosser Fehler war. Ich wünschte mir die Zeit zurückzudrehen und meiner damaligen Krankenkasse eine Kündigung zu schreiben. Naja aber das wird wohl nicht gehen. Also was ist passiert? Wo stecken meine Schmerzen für die sich die Krankenkasse nicht interessiert?

Wenn man Freiberufler ist wird man am Anfang nur geschätzt damit man einen Beitrag zahlen kann. Nach der ersten Einkommenssteuererklärung wird man dann neu berechnet so dass die Krankenkasse genau weiß was man zu zahlen hat. Der Witz dabei ist dass für Existenzgründer auch Rückwirkend geht. Somit habe ich dann nach den 2 Jahren eine deftige Nachzahlung von mehr als 6000 Euro aufs Auge gedrückt bekommen. Ich war geschockt. Nach dem ich mich mich erholt habe suchte ich im Internet ob die das wirklich dürfen, weil wenn ja ist das wirklich der Wahnsinn, weil es die Krankenkassen dann mal richtig schaffen den Freiberuflern die Existenzgrundlage zu entziehen. Da fragt man sich schon: Geh ich für die gesetzliche Krankenkasse arbeiten oder was? – Wie auch immer ich habe im Web eine menge Beiträge zu dem Thema gefunden und war erstaunt dass viele seit einigen Jahren das selbe Problem hatten oder haben wie ich. Das dumme ist nur man kommt da nicht raus man muss tatsächlich für dieses wackelige System zahlen. Dabei habe ich schon eine menge an Kosten in die Krankenkasse gepumpt. Eine persönliche Sicht von mir ist ja auch, warum es mir sehr weh tut diese Kosten auf einmal zu haben ist dass ich echt selten Krank bin und meine Krankenkasse bisher bestimmt nicht mal 3000 Euro für mich in den letzten Jahren seit dem ich bei der g. Krankenkasse versichtert bin gezahlt. Traurig traurig dass ich solch einem Organ nun tatsächlich so viel Geld in den Rachen schmeissen muss, was man sich davon alles hätte aufbauen können ist ein Witz. So brachte es mich zu versuchen da Geld zu sparen und zu schauen ob ich da noch was abziehen kann wie z.b. die Zeit in der ich Fördergeld bekommen habe. Falsch gedacht wobei mein Ansatz richtig ist denke ich und zwar:

Wenn man Fördergeld bekommt sind das 9 Monate, in diesen 9 Monaten bekommt man 300 Euro extra für Sozialabgaben als die liebe Krankenkasse. Somit wird man bei dem minimumsatz angelegt und zahlt meist um die 220-250 Euro kommt auf die Kasse an.

Was eine Teufelsfalle ist dass denn? Nun ja aus dem Grund dachte ich dass die Kassen das Fördergeld nicht dazu rechnen dürfen. Haha da habe ich falsch gedacht die Krankenkassen sind so wie die bösen verschlagenen Unternehmen in Science-Fiction Romanen, d.h. die dürfen ALLES. Nicht mal beim Finanzamt wird das Fördergeld zum Einkommen gerechnet. Das ist wirklich der grösste Witz, naja ich dachte ich schreibe den ein Brief dass sie das bitte berichtigen weil ich auch Information von einer Vermögensberatung und der IHK hatte das sie das echt nicht dürfen.

Alle hatten unrecht, sitzen 6, fertig. – Dann bekomme ich ein Brief von der Krankenkasse un der sie mich nun belehren auch mit einem Auszug Sozialgesetzbuch. Das sie das dürfen. Bitte welcher realitätsferner Mensch schreibt denn sowas?

Aber am Ende ist eben mein Fehler in der Krankenkasse geblieben zu sein, weil ich hätte mich ja irgendwie informieren können dass sie das einfach machen. Schade nur dass Krankenkassen also ich spreche hier von der Gesetzlichen einen jeden nicht Informieren "müssen" – aber wenn sie das auch machen würden, würde ja keiner dieses Problem haben und die Foren auf diversen Websites würden leer bleiben, verschont von diesem unnötigen Thema.

Egal ich sage nur scheiss gesetzliche Krankenkasse wenn du Selbstständig bist und bei den bleibst. Nie wieder. Somit habe ich da gekündigt und mir eine Private rausgesucht wo ich weniger als die hälfte Zahle mit selben Leistungen.

Ich denke ich werde öfters mal so einen Text schreiben vielleicht wieder zum Thema Krankenkassen, weil ich hätte da noch die eine oder andere gute Geschichte von diesem Sauhaufen. Aber ich bin so nett und nenne die Krankenkasse nicht weil ich denke es wäre egal welche es ist, die sind eh alle gleich.